Skip to content
Projekt
Höch Turner Bock
Mehr erfahren

Projekt: Bürgerwindpark
Höch Turner Bock

Projekt und
aktueller Stand

Bürgerwindpark Höch Turner Bock befindet sich seit 2018 in der Projektentwicklung und hat inzwischen eine Phase erreicht, in der viele Grundlagen geklärt sind – gleichzeitig aber wichtige Detailfragen bewusst noch vertieft geprüft werden.

In diesem Projekt bedeutet Bürgerwindpark konkret, dass technische Planung, Umweltabklärungen, Genehmigungsprozesse und der Dialog mit der Region nicht getrennt voneinander laufen, sondern sich gegenseitig beeinflussen. Entscheidungen werden nicht isoliert gefällt, sondern Schritt für Schritt mit Fachstellen, Gemeinden und Betroffenen abgestimmt.

Der Planungsprozess für ein Windenergieprojekt in der Schweiz ist in sieben Phasen unterteilt und dauert insgesamt 60 bis 78 Monate, also 5 bis 7 Jahre. Den Anfang machen die Voruntersuchungen, die 2 bis 5 Monate in Anspruch nehmen. Daran schließt sich die Machbarkeitsstudie und UVP-Voruntersuchung an, für die weitere 6 bis 9 Monate einzuplanen sind. In der dritten Phase werden die Planungsgrundlagen erarbeitet, was nochmals 6 bis 12 Monate dauert. Die vierte und fünfte Phase laufen teilweise parallel: Die Detailprüfungen erstrecken sich über 12 bis 15 Monate, während die Detailplanungen bereits nach 6 bis 9 Monaten abgeschlossen sein können. Anschließend folgen die Genehmigungen inkl. Bürgerbeteiligung mit einem Zeitrahmen von 10 bis 12 Monaten, bevor das Projekt in der letzten Phase mit der Baureifmachung und Realisierung in 12 bis 16 Monaten zum Abschluss gebracht wird.

Was gerade
geprüft wird und warum

Nach der Einreichung des Vorprüfungsberichts beim Kanton und der Gründung der Windpark Escholzmatt AG wurde das Projekt technisch weiterentwickelt. Die Wahl des finalen Anlagentyps – Enercon E138 EP3 E3 mit einer Gesamthöhe von 230 Metern – hat dabei eine zentrale Rolle gespielt.

In diesem Projekt bedeutet Bürgerwindpark konkret, dass eine solche technische Entscheidung nicht einfach übernommen wird, sondern Folgeprüfungen auslöst:
Standorte, Zuwegungen, Transportkonzepte und Umweltgutachten werden nochmals überprüft und angepasst, damit die Anlage optimal ins Gebiet passt.

Aktuell laufen unter anderem:

  • die Überarbeitung der Umweltverträglichkeitsprüfung, angepasst an den neuen Anlagentyp und den veränderten Platzbedarf,
  • bodenkundliche und geologische Untersuchungen entlang der Transportstrecken und an den Standorten,
  • die Aktualisierung von Gutachten zu Schall, Schattenwurf, Eisfall und Windertrag,
  • sowie Detailabklärungen zur Netzanbindung, zur Nutzung bestehender Güterstrassen und zur Querung von Gewässern.

All diese Schritte dienen nicht der Verzögerung, sondern der Absicherung: Sie stellen sicher, dass spätere Genehmigungen belastbar sind und das Projekt langfristig tragfähig umgesetzt werden kann.

Umwelt & Genehmigung
sorgfältig statt schnell

In diesem Projekt bedeutet Bürgerwindpark konkret, dass Umweltfragen nicht als Pflichtübung behandelt werden, sondern als integraler Bestandteil der Planung.

Besonders intensiv ist aktuell der Austausch mit Fachstellen wie der Vogelwarte Sempach, dem BAFU und dem BFE. Gemeinsam wird geprüft, wie sich der Vogelzug – insbesondere der Kleinvogelzug – im Projektgebiet verhält und welche technischen Maßnahmen sinnvoll sind. Dazu gehört auch die Abklärung eines Radarsystems, das den Betrieb der Anlagen situativ anpassen kann.

Parallel dazu werden:

  • Rodungs- und Ausgleichsmaßnahmen überarbeitet,
  • Kompensationskonzepte angepasst,
  • Besucherlenkungsmaßnahmen vorbereitet,
  • und die Unterlagen für die abschließende Vorprüfung zusammengestellt.

Das Ziel ist klar: Ein genehmigungsfähiges Projekt, das ökologische Anforderungen ernst nimmt und transparent dokumentiert.

Mitwirkung & Dialog
wie Beteiligung gelebt wird

In diesem Projekt bedeutet Bürgerwindpark konkret, dass Mitwirkung nicht auf einzelne Informationsveranstaltungen beschränkt bleibt, sondern über Jahre hinweg stattfindet – auf unterschiedlichen Ebenen und in unterschiedlichen Formaten.

Der Dialog mit der Region umfasst:

  • öffentliche Informationsveranstaltungen,
  • Präsentationen in Gemeinden, Schulen und regionalen Gremien,
  • persönliche Gespräche mit Landeigentümern und Anwohnern – oft direkt vor Ort,
  • den Austausch mit lokalen Banken, Unternehmen und politischen Akteuren,
  • sowie die kontinuierliche Beantwortung von Fragen aus der Bevölkerung per Telefon und E-Mail.

Besonderes Gewicht hat dabei der persönliche Kontakt: Küchentischgespräche, Gespräche entlang der Transportstrecke und der direkte Austausch mit Betroffenen auf beiden Seiten der Kantonsgrenze sind fester Bestandteil der Projektarbeit.

Auch Medienberichte, Gemeindehomepages und öffentliche Auflagen sind Teil dieses Prozesses – nicht als Einbahnstraße, sondern als Möglichkeit zur Rückmeldung und Diskussion.

Bürger fragen.
Wir antworten.

FWas ist eigentlich der benötigte Wert (m/s) der Windgeschwindigkeit um zu sagen, dass ein Standort geeignet ist?
A
Das kann pauschal nicht beantwortet werden. Es hängt ab von vielen Faktoren. Eine wesentliche Rolle spielt z.B. die Entfernung zum Netzanschlusspunkt und die dadurch bedingten Leitungsverluste. Darüber hinaus spielen auch mögliche Betriebseinschränkungen durch Genehmigungsauflagen eine Rolle.  
— Windenergie Schweiz AG
FWann und wie werden die Einwohner der Standortgemeinden über die Ergebnisse von Umweltverträglichkeitsprüfungen und der Windmessungen informiert?
A
Sobald die Windmessungen und die UVP abgeschlossen sind, findet bei jedem Projekt eine zweite Informationsveranstaltung statt um die Resultate zu präsentieren. Also rund 2 Jahre nach Beginn der Windmessungen.
— Windenergie Schweiz AG
FWelche Unternehmen führen die Umweltverträglichkeitsprüfungen durch?
A
Dies hängt u.a. ab vom Leistungsumfang für die UVP, welcher vom Kanton verlangt wird. Für die Felderhebungen arbeiten wir ausschliesslich mit anerkannten und  renommierten externen Büros zusammen sowie mit Fachstellen wie dem kantonalen Fledermausbeauftragten. In den Bewilligungsunterlagen ist ersichtlich, welche externen Firmen mit Prüfungen beauftragt worden sind.
— Windenergie Schweiz AG
FAb wann und bis wann wird die eigentliche Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt?
A
Dies passiert immer parallel zur Windmessung. Die Windmessung geht in der Regel über 18 Monate. Während dieser Zeit werden durch externe Spezialisten und Fachpersonen Felduntersuchungen stattfinden. Diese Untersuchungen basieren auf einem Pflichtenheft, das mit den Fachstellen des Kantons abgestimmt werden.
— Windenergie Schweiz AG

Stellen Sie uns Ihre Frage

Projekt: Höch Turner Bock

Basisfakten

Inbetriebnahme:
geplant 2028
Anlagentypen:
3 Enercon E 138 EP3E3
Gesamthöhe von je 230m
Geplante Produktion:
Reale Produktion:
16.1 Mio. kWh p.a.
17.3 Mio. kWh p.a.
Investoren:
Tbd: Einwohner der Gemeinden
Escholzmatt
und Trub, lokale Firmen, WES AG
Ausblick:
Einreichung Plangenehmigungsunterlagen
Kanton: Q1/2026

Status Quo und
nächste Schritte

bürgerwindpark höch turner bock

Status Quo und nächste Schritte Projektentwicklung

Status Quo und nächste Schritte Projektentwicklung

0 offen 3 in Arbeit 20 erledigt87%

Finalisierung des Beteiligungskonzeptes

In Arbeit

Das umfassende Beteiligungskonzept, bei dem der lokalen Bevölkerung, ortsansässigen Firmen und der Gemeinde Anteile am Windpark angeboten werden wird aktuell finalisiert.

Einreichung überarbeiteter Vorprüfungsbericht

In Arbeit

Derzeit werden die letzten Unterlagen zur Einreichung des abschliessenden Vorprüfungsdossiers beim Kanton (Frühling 2026) vorbereitet. Hier wurden die Erkenntnisse aus der Rückmeldung auf den ersten Bericht miteinbezogen

Netzanschlusssplanung

Erledigt

Netzanschlusssplanung durch CKW

Genehmigungsantrag BAZL eingereicht

Erledigt

Die Vorabklärungen mit BAZL-SIAP, SkyGuide und VBS wurden durchgeführt. Aktuell läuft das offizielle Genehmigungsverfahren beim BAZL.

Ausarbeitung Bauprojekt mit Querprofilen

Erledigt

Ausarbeitung Bauprojekt mit Querprofilen inkl. Massenbilanz und Entsorgungskonzept für Material.

Aktualisierung der Gutachten

Erledigt

Aktualisierung der Gutachten (Schall, Schatten, Windertrag, Eisfall) basierend auf neuem Anlagentyp und finaler Standortwahl

Finalisierung Detailplanung

Erledigt

Die Detailplanung zum Streckenausbau und zur Standortwahl ist abgeschlossen und wurde vom Hersteller der Anlagen freigegeben.

Planung und Sicherung der Kompensations- und Ausgleichmassnahmen

Erledigt

Die gemäss Umweltgesetzgebung notwendigen Kompensations- und Ausgleichsmassnahmen sind definiert und mit den Landeigentümern abgestimmt worden.

Rodungsplan

Erledigt

Für die Zufahrt sind teilweise Rodungen (temporär und dauerhaft) notwendig. Für die dauerhaft notwendige Rodungsfläche von ca. 800m² wird eine Ersatzaufforstung durchgeführt.

Transportstudie

Erledigt

Transportstudien zur Anlieferung der Komponenten von der Landesgrenze bis nach Escholzmatt sowie von Escholzmatt ins Projektgebiet sind fertiggestellt. Der Transport ist mit Spezialfahrzeugen sichergestellt.

Überarbeitung des UVB

Erledigt

Der Umweltverträglichkeitsbericht wurde basierend auf den Rückmeldungen des Kantons aus der ersten Vorprüfung überarbeitet und an das finale Layout angepasst.

Gründung Windpark Escholzmatt AG

Erledigt

Die Betriebsgesellschaft, die Eigentümerin und Betreiberin des Windparks sein wird, wurde bereits 2023 gegründet. An der Windpark Escholzmatt AG können sich die lokalen Bürger-Investoren als Aktionäre beteiligen und bis zu 74,9% des Aktienkapitals halten.

Besucherlenkungskonzept

In Arbeit

Besucherlenkungskonzept kurz vor Fertigstellung

aktive Mitwirkung

Erledigt

Im Rahmen des Mitwirkungskonzeptes fanden Informationsveranstaltungen und zahlreiche persönliche Gespräche und Termine mit Gemeinden, lokalen Organisationen, Landeigentümern, Anwohnern und Betroffenen statt.

2. Informationsveranstaltung

Erledigt

Die zweite öffentliche Informationsveranstaltung für die interessierte Bevölkerung mit Informationen rund um die Detailprüfungen und den Projektstand fand am 23.04.2023 statt.

Einreichen erster Vorprüfungsbericht 2023

Erledigt

Der erste Vorprüfungsbericht wurde 2023 beim Kanton eingereicht (inkl. UVP Voruntersuchung und Entwurf Nutzungsplan)

Geologische Standorteignungsprüfungen

Erledigt

Die geotechnischen Untersuchungen im Perimeter sind abgeschlossen.

Felderhebungen im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung

Erledigt

Die sehr umfangreichen Felderhebungen zu Flora und Fauna wurden in den Jahren 2021 und 2022 im Projektperimeter durchgeführt.

Windmessung

Erledigt

Die Windmessung mit einem 100m hohen Windmessmasten in Kombination mit einer Lidarmessung wurde in den Jahren 2021 und 2022 durchgeführt.

Flächensicherung

Erledigt

Sämtliche für den Bau des Windparks erforderlichen Standortrechte wurden durch notariell beglaubigte Baurechtsverträge gesichert.

Abklärung nationaler Interessen

Erledigt

Seit 2018 wurden die nationalen Interessen (BAZL; BAKOM, MeteoSchweiz, VBS, SkyGuide) regelmässig überprüft. Es gibt keinerlei Konflikte, die der Realisierung des Windparks entgegenstehen könnten.

1. Informationsveranstaltung

Erledigt

Die erste öffentliche Informationsveranstaltung für die breite Öffentlichkeit mit Informationen rund um die Windenergie und erste Einblicke in die Projektidee und den Planungsprozess fand am 09.05.2018 statt.

Start Projektentwicklung im Jahr 2018

Erledigt

Seit 2018 laufen die Gespräche mit den lokalen Landeigentümern, den Gemeinden Escholzmatt-Marbach und Trub sowie die Untersuchungen und Prüfungen im Rahmen der Projektentwicklung.

Stellen Sie uns Ihre Frage

Projekt: Höch Turner Bock

Basisfakten

Inbetriebnahme:
geplant 2028
Anlagentypen:
3 Enercon E 138 EP3E3
Gesamthöhe von je 230m
Geplante Produktion:
Reale Produktion:
16.1 Mio. kWh p.a.
17.3 Mio. kWh p.a.
Investoren:
Tbd: Einwohner der Gemeinden
Escholzmatt
und Trub, lokale Firmen, WES AG
Ausblick:
Einreichung Plangenehmigungsunterlagen
Kanton: Q1/2026

Status Quo und
nächste Schritte

bürgerwindpark höch turner bock

Status Quo und nächste Schritte Projektentwicklung

Status Quo und nächste Schritte Projektentwicklung

0 offen 3 in Arbeit 20 erledigt87%

Finalisierung des Beteiligungskonzeptes

In Arbeit

Das umfassende Beteiligungskonzept, bei dem der lokalen Bevölkerung, ortsansässigen Firmen und der Gemeinde Anteile am Windpark angeboten werden wird aktuell finalisiert.

Einreichung überarbeiteter Vorprüfungsbericht

In Arbeit

Derzeit werden die letzten Unterlagen zur Einreichung des abschliessenden Vorprüfungsdossiers beim Kanton (Frühling 2026) vorbereitet. Hier wurden die Erkenntnisse aus der Rückmeldung auf den ersten Bericht miteinbezogen

Netzanschlusssplanung

Erledigt

Netzanschlusssplanung durch CKW

Genehmigungsantrag BAZL eingereicht

Erledigt

Die Vorabklärungen mit BAZL-SIAP, SkyGuide und VBS wurden durchgeführt. Aktuell läuft das offizielle Genehmigungsverfahren beim BAZL.

Ausarbeitung Bauprojekt mit Querprofilen

Erledigt

Ausarbeitung Bauprojekt mit Querprofilen inkl. Massenbilanz und Entsorgungskonzept für Material.

Aktualisierung der Gutachten

Erledigt

Aktualisierung der Gutachten (Schall, Schatten, Windertrag, Eisfall) basierend auf neuem Anlagentyp und finaler Standortwahl

Finalisierung Detailplanung

Erledigt

Die Detailplanung zum Streckenausbau und zur Standortwahl ist abgeschlossen und wurde vom Hersteller der Anlagen freigegeben.

Planung und Sicherung der Kompensations- und Ausgleichmassnahmen

Erledigt

Die gemäss Umweltgesetzgebung notwendigen Kompensations- und Ausgleichsmassnahmen sind definiert und mit den Landeigentümern abgestimmt worden.

Rodungsplan

Erledigt

Für die Zufahrt sind teilweise Rodungen (temporär und dauerhaft) notwendig. Für die dauerhaft notwendige Rodungsfläche von ca. 800m² wird eine Ersatzaufforstung durchgeführt.

Transportstudie

Erledigt

Transportstudien zur Anlieferung der Komponenten von der Landesgrenze bis nach Escholzmatt sowie von Escholzmatt ins Projektgebiet sind fertiggestellt. Der Transport ist mit Spezialfahrzeugen sichergestellt.

Überarbeitung des UVB

Erledigt

Der Umweltverträglichkeitsbericht wurde basierend auf den Rückmeldungen des Kantons aus der ersten Vorprüfung überarbeitet und an das finale Layout angepasst.

Gründung Windpark Escholzmatt AG

Erledigt

Die Betriebsgesellschaft, die Eigentümerin und Betreiberin des Windparks sein wird, wurde bereits 2023 gegründet. An der Windpark Escholzmatt AG können sich die lokalen Bürger-Investoren als Aktionäre beteiligen und bis zu 74,9% des Aktienkapitals halten.

Besucherlenkungskonzept

In Arbeit

Besucherlenkungskonzept kurz vor Fertigstellung

aktive Mitwirkung

Erledigt

Im Rahmen des Mitwirkungskonzeptes fanden Informationsveranstaltungen und zahlreiche persönliche Gespräche und Termine mit Gemeinden, lokalen Organisationen, Landeigentümern, Anwohnern und Betroffenen statt.

2. Informationsveranstaltung

Erledigt

Die zweite öffentliche Informationsveranstaltung für die interessierte Bevölkerung mit Informationen rund um die Detailprüfungen und den Projektstand fand am 23.04.2023 statt.

Einreichen erster Vorprüfungsbericht 2023

Erledigt

Der erste Vorprüfungsbericht wurde 2023 beim Kanton eingereicht (inkl. UVP Voruntersuchung und Entwurf Nutzungsplan)

Geologische Standorteignungsprüfungen

Erledigt

Die geotechnischen Untersuchungen im Perimeter sind abgeschlossen.

Felderhebungen im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung

Erledigt

Die sehr umfangreichen Felderhebungen zu Flora und Fauna wurden in den Jahren 2021 und 2022 im Projektperimeter durchgeführt.

Windmessung

Erledigt

Die Windmessung mit einem 100m hohen Windmessmasten in Kombination mit einer Lidarmessung wurde in den Jahren 2021 und 2022 durchgeführt.

Flächensicherung

Erledigt

Sämtliche für den Bau des Windparks erforderlichen Standortrechte wurden durch notariell beglaubigte Baurechtsverträge gesichert.

Abklärung nationaler Interessen

Erledigt

Seit 2018 wurden die nationalen Interessen (BAZL; BAKOM, MeteoSchweiz, VBS, SkyGuide) regelmässig überprüft. Es gibt keinerlei Konflikte, die der Realisierung des Windparks entgegenstehen könnten.

1. Informationsveranstaltung

Erledigt

Die erste öffentliche Informationsveranstaltung für die breite Öffentlichkeit mit Informationen rund um die Windenergie und erste Einblicke in die Projektidee und den Planungsprozess fand am 09.05.2018 statt.

Start Projektentwicklung im Jahr 2018

Erledigt

Seit 2018 laufen die Gespräche mit den lokalen Landeigentümern, den Gemeinden Escholzmatt-Marbach und Trub sowie die Untersuchungen und Prüfungen im Rahmen der Projektentwicklung.

Projekt und
aktueller Stand

Bürgerwindpark Höch Turner Bock befindet sich seit mehreren Jahren in der Projektentwicklung und hat inzwischen eine Phase erreicht, in der viele Grundlagen geklärt sind – gleichzeitig aber wichtige Detailfragen bewusst noch vertieft geprüft werden.

In diesem Projekt bedeutet Bürgerwindpark konkret, dass technische Planung, Umweltabklärungen, Genehmigungsprozesse und der Dialog mit der Region nicht getrennt voneinander laufen, sondern sich gegenseitig beeinflussen. Entscheidungen werden nicht isoliert gefällt, sondern Schritt für Schritt mit Fachstellen, Gemeinden und Betroffenen abgestimmt.

Der Planungsprozess für ein Windenergieprojekt in der Schweiz ist in sieben Phasen unterteilt und dauert insgesamt 60 bis 78 Monate, also 5 bis 7 Jahre. Den Anfang machen die Voruntersuchungen, die 2 bis 5 Monate in Anspruch nehmen. Daran schließt sich die Machbarkeitsstudie und UVP-Voruntersuchung an, für die weitere 6 bis 9 Monate einzuplanen sind. In der dritten Phase werden die Planungsgrundlagen erarbeitet, was nochmals 6 bis 12 Monate dauert. Die vierte und fünfte Phase laufen teilweise parallel: Die Detailprüfungen erstrecken sich über 12 bis 15 Monate, während die Detailplanungen bereits nach 6 bis 9 Monaten abgeschlossen sein können. Anschließend folgen die Genehmigungen inkl. Bürgerbeteiligung mit einem Zeitrahmen von 10 bis 12 Monaten, bevor das Projekt in der letzten Phase mit der Baureifmachung und Realisierung in 12 bis 16 Monaten zum Abschluss gebracht wird.

Was gerade
geprüft wird und warum

Nach der Einreichung des Vorprüfungsberichts beim Kanton und der Gründung der Windpark Escholzmatt AG wurde das Projekt technisch weiterentwickelt. Die Wahl des finalen Anlagentyps – Enercon E138 EP3 E3 mit einer Gesamthöhe von 230 Metern – hat dabei eine zentrale Rolle gespielt.

In diesem Projekt bedeutet Bürgerwindpark konkret, dass eine solche technische Entscheidung nicht einfach übernommen wird, sondern Folgeprüfungen auslöst:
Standorte, Zuwegungen, Transportkonzepte und Umweltgutachten werden nochmals überprüft und angepasst, damit die Anlage optimal ins Gebiet passt.

Aktuell laufen unter anderem:

  • die Überarbeitung der Umweltverträglichkeitsprüfung, angepasst an den neuen Anlagentyp und den veränderten Platzbedarf,
  • bodenkundliche und geologische Untersuchungen entlang der Transportstrecken und an den Standorten,
  • die Aktualisierung von Gutachten zu Schall, Schattenwurf, Eisfall und Windertrag,
  • sowie Detailabklärungen zur Netzanbindung, zur Nutzung bestehender Güterstrassen und zur Querung von Gewässern.

All diese Schritte dienen nicht der Verzögerung, sondern der Absicherung: Sie stellen sicher, dass spätere Genehmigungen belastbar sind und das Projekt langfristig tragfähig umgesetzt werden kann.

Umwelt & Genehmigung
sorgfältig statt schnell

In diesem Projekt bedeutet Bürgerwindpark konkret, dass Umweltfragen nicht als Pflichtübung behandelt werden, sondern als integraler Bestandteil der Planung.

Besonders intensiv ist aktuell der Austausch mit Fachstellen wie der Vogelwarte Sempach, dem BAFU und dem BFE. Gemeinsam wird geprüft, wie sich der Vogelzug – insbesondere der Kleinvogelzug – im Projektgebiet verhält und welche technischen Maßnahmen sinnvoll sind. Dazu gehört auch die Abklärung eines Radarsystems, das den Betrieb der Anlagen situativ anpassen kann.

Parallel dazu werden:

  • Rodungs- und Ausgleichsmaßnahmen überarbeitet,
  • Kompensationskonzepte angepasst,
  • Besucherlenkungsmaßnahmen vorbereitet,
  • und die Unterlagen für die abschließende Vorprüfung zusammengestellt.

Das Ziel ist klar: Ein genehmigungsfähiges Projekt, das ökologische Anforderungen ernst nimmt und transparent dokumentiert.

Mitwirkung & Dialog
wie Beteiligung gelebt wird

In diesem Projekt bedeutet Bürgerwindpark konkret, dass Mitwirkung nicht auf einzelne Informationsveranstaltungen beschränkt bleibt, sondern über Jahre hinweg stattfindet – auf unterschiedlichen Ebenen und in unterschiedlichen Formaten.

Der Dialog mit der Region umfasst:

  • öffentliche Informationsveranstaltungen,
  • Präsentationen in Gemeinden, Schulen und regionalen Gremien,
  • persönliche Gespräche mit Landeigentümern und Anwohnern – oft direkt vor Ort,
  • den Austausch mit lokalen Banken, Unternehmen und politischen Akteuren,
  • sowie die kontinuierliche Beantwortung von Fragen aus der Bevölkerung per Telefon und E-Mail.

Besonderes Gewicht hat dabei der persönliche Kontakt: Küchentischgespräche, Gespräche entlang der Transportstrecke und der direkte Austausch mit Betroffenen auf beiden Seiten der Kantonsgrenze sind fester Bestandteil der Projektarbeit.

Auch Medienberichte, Gemeindehomepages und öffentliche Auflagen sind Teil dieses Prozesses – nicht als Einbahnstraße, sondern als Möglichkeit zur Rückmeldung und Diskussion.

Bürger fragen.
Wir antworten.

FWas ist eigentlich der benötigte Wert (m/s) der Windgeschwindigkeit um zu sagen, dass ein Standort geeignet ist?
A
Das kann pauschal nicht beantwortet werden. Es hängt ab von vielen Faktoren. Eine wesentliche Rolle spielt z.B. die Entfernung zum Netzanschlusspunkt und die dadurch bedingten Leitungsverluste. Darüber hinaus spielen auch mögliche Betriebseinschränkungen durch Genehmigungsauflagen eine Rolle.  
— Windenergie Schweiz AG
FWann und wie werden die Einwohner der Standortgemeinden über die Ergebnisse von Umweltverträglichkeitsprüfungen und der Windmessungen informiert?
A
Sobald die Windmessungen und die UVP abgeschlossen sind, findet bei jedem Projekt eine zweite Informationsveranstaltung statt um die Resultate zu präsentieren. Also rund 2 Jahre nach Beginn der Windmessungen.
— Windenergie Schweiz AG
FWelche Unternehmen führen die Umweltverträglichkeitsprüfungen durch?
A
Dies hängt u.a. ab vom Leistungsumfang für die UVP, welcher vom Kanton verlangt wird. Für die Felderhebungen arbeiten wir ausschliesslich mit anerkannten und  renommierten externen Büros zusammen sowie mit Fachstellen wie dem kantonalen Fledermausbeauftragten. In den Bewilligungsunterlagen ist ersichtlich, welche externen Firmen mit Prüfungen beauftragt worden sind.
— Windenergie Schweiz AG
FAb wann und bis wann wird die eigentliche Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt?
A
Dies passiert immer parallel zur Windmessung. Die Windmessung geht in der Regel über 18 Monate. Während dieser Zeit werden durch externe Spezialisten und Fachpersonen Felduntersuchungen stattfinden. Diese Untersuchungen basieren auf einem Pflichtenheft, das mit den Fachstellen des Kantons abgestimmt werden.
— Windenergie Schweiz AG
An den Anfang scrollen